18 Oktober 2014

Leucate / Südfrankreich


Die Starkwind Region Leucate wird vielen ein Begriff sein. 


Oft hämmert hier der Tramontane mit 20 bis 50 Knoten über die Etangs.
Für Welleneinsteiger lohnen sich aber vor allem die anderen Windrichtungen.
Besonders im Herbst ist die Wassertemperatur im Mittelmeer noch sehr angenehm. 
Bei Marin kann man dann im Oktober noch einen zweiten Sommer genießen.

Von der Basis Leucate kann man je nach Wind, die Spots von Cap d'Agde bis Racou Plage anfahren oder sogar eine Abstecher nach Pals in Spanien machen.

Mit dem Bus oder Womo gibt es in der Nachsaison viele Möglichkeiten zum freien Stehen oder Stellplätze bzw. Campingplatz von 7 bis 18 Euro.

Cap d'Agde
Bei SW lohnt sich immer ein Abstecher zum Cap. 

Etang de La Palme
Fast vollkommen Stehtief, ab der Hälfte darf gefahren werden, der Rest ist Naturschutzgebiet. Bitte unbedingt beachten.
Der See fängt den Tram sehr früh und stark ein. Wenn Eole / Les Dosses nur 8 kt fächeln kann es in La Palme 15-20 kt haben. Nachteil ist die hohe Böigkeit durch die Nähe zu den Bergen.
Der See ist oft recht gut besucht. Der Wind wird ab 9:00 fahrbar. Bei 25 kt Vorhersage sollte man mit 35 kt rechnen.

 
Coussoules / La Franqui
Camping und Stellplatz. Der Strand ist riesig und wird gern zum Strandsegeln genutzt. 
Bei Marin nette Wellen, sonst voll ablandig und tolle Speedpiste. 
Die Kiteschule bietet einen Rettungsservice an.


Le Goulet
Stellplatz und Windsurfer Spot.

Leucate Plage
Camping und Stellplatz mit Blick aufs Meer (siehe erstes Bild). 
Nur bei Marin zu empfehlen. Sommer ist Kiteverbot.

Eole / Les Dosses
Tramontane Spots mit Kabbelwasser bzw. kleinen Wellen. Les Dosses gibt es auch eine Wasserski Anlage und einen Glattwasserbereich. Der Tram ist etwas schwächer und nicht ganz so böig wie La Palme.


Saint-Cyprien
Sehr zu empfehlen bei Marin der hier verstärkt wird. Der Wind kommt zwischen 14 und 17 Uhr mit 5 bis 10 kt mehr als Forecast. In Leucate ist dann oft zu wenig. Tram ist schwächer aber sideoff. 

 
Racou Plage
Ausweichspot bei sehr starken Tramontana. 
Wenn der Tram aber richtig bläst ist Pals in Spanien der Wavespot im "näheren" Bereich. Der Wind ist side bzw. ganz leicht sideoff und die Wellen können richtig gut werden.




Kleiner Eindruck vom Spot Les Dosses bei ca. 40 Knoten




14 Oktober 2014

Test / Review North Neo 2015


Testbedingung:
9er Neo 2015
22 m Quad Bar
6‘2‘‘ Pro Series 2014 (Testbericht)
15-25 Knoten - Side On Shore
Medium Depower Setting am Front Pigtail
1,5 m Welle ohne Strömung
Fahrergewicht 90 kg

Bar:

Die 2015 North Quad Bar hat jetzt eine Single Frontleinen Safety. Die Position des Y ist erhalten geblieben. Die durchlaufende Frontleine wurde nicht mit der einfachen und bekannten Doppelringkonstruktion sondern durch einen neu konstruierten Northblock gelöst. Dies sieht zwar viel professioneller aus, allerding liegt in diesem Block die gesamte Last aber auf dem Knoten der ungemantelten Frontleine. Aus Verschleißgründen wäre mir da eine gemantelte Version wesentlich lieber gewesen.

Y der Frontleinen



 
Die Bar wird mit verschieden Leinenlängen und Breiten geliefert.
Z.B. als 24 m – M/L Bar 53/46 cm oder als 22 m – S/M Bar 49/42 cm
Die Bar ist 2015 Gelb(rot)/Schwarz. Gelb ist also links und der schnelle richtige Bargriff wird durch eine durchgehende rote Linie auf der falschen Barseite erleichtert.

Die North Bar bleibt für mich, mit allen ihren Einstellmöglichkeiten, eine der perfektesten Bars am Markt.


Die Wakestyle Bar gibt es jetzt mit Kunststoff ummantelter Single Depower Leine. Ob die Quad Bar umbaubar ist kann ich nicht sagen. 

Ich habe den 2011 Neo mit der neuen Bar getestet und die Safetyfunktion mit der neuen SFS war für mich in Ordnung. Das ist aber ohne Garantie und sollte jeder selber testen.


Kite:
Der North Neo wurde 2014 als Wave Kite vollkommen neu entwickelt und 2015 noch mal überarbeitet. 2015 gibt es zwei Trimmmöglichkeiten.

Frontpigtail: High Depower Setting für höchste Depower und beste Sprungleistung. Medium Depower Setting für beste Drifteigenschaften und rundes Drehverhalten.

Backpigtail: Hard Setting und Soft Setting für die Einstellung der Bar Rückmeldung und Drehradius. Mir hat das Hard Setting besser gefallen.

Die Verarbeitung und Qualität ist auf dem bekannten hohen North Standard. Der Verschluss des große Einlassventil, mit seinem massiven Gewinde, macht auf mich einen wesentlich vertrauenserweckenderen Eindruck als die sonst oft zu sehen feinen Kunststoffgewinde die sehr leicht überdreht werden oder bei harten Einschlägen wegfliegen können.
Trotzdem braucht die Benutzung etwas Fingerspitzengefühl damit die Kappe nicht verkantet aufgesetzt oder das Ventilinnenleben überdreht wird.
Zum Abbau ist die Verschlusskappe leicht zu lösen, aber nicht abzudrehen damit kein Sand eindringen kann. Die Kiteentlüftung erfolgt über das Auslaßventil am Tipende. Der Kite kann dann komplett in eine Richtung eingerollt werden, was ich als beste und schnellste Lösung für windige Strände kenne.


Bargefühl:

Die Haltekräfte liegen im unteren mittleren Bereich bis in den hohen mittleren Bereich abhängig von Backpigtail Einstellung und der Windstärke. Der Neo ist kein ruhiger Geselle an der Bar. Man merkt deutlich wie der Kite arbeitet. Für mich war das nicht besonders unangenehm da ich es in ähnlicher Form von anderen Drei Strut Kites kenne.
Die Lenkkräfte und die Fühlbarkeit empfinde ich als perfekt. Man weiß eigentlich immer intuitiv wo der Kite steht und kann sich ganz auf die Welle konzentrieren.

Windbereich:

Ich konnte den 9er ab 16 Knoten in den obengenannten Bedingungen ohne Probleme fahren. D.h. Höhe gewinnen und Wellen abreiten war möglich. Ich denke daher die Windrange Angaben auf der North Homepape sind korrekt. Das Highend konnte ich nicht ausloten. Bei 25 Knoten war der Neo weiterhin absolut einfach und angenehm zu fliegen, er wurde weder ruppig noch hat sich das Flugverhalten bis auf das obengenannte Barkräfte negativ verändert. Da noch ein Rest Depower übrig war, sich sicherlich 29 Knoten erreichbar, mit dem TT noch etwas mehr.
Die Aussage 1-2 Kitegrößen kleiner fliegen verwirrt in meinen Augen etwas und passt nicht für jede Gewichtsklasse oder jeden Vergleichskite. Das Lowende des Neo 2015 ist aber ohne Frage hervorragend.




Safety:

Der Neo 2015 kann weiterhin mit fünf Leinen oder mit vier Leinen geflogen werden. Ich bevorzuge die neu Quad – Bar mit Single Frontleinen Safety. Da ich bis jetzt nur in der Welle unterwegs war, habe ich das Auslösen noch nicht getestet und reiche es nach.

Wasserstart:
Leider einmal in der Welle probieren müssen. Bis jetzt würde ich es als perfekt bezeichnen.

Flugverhalten:
Eigentlich bräuchte ich nur schreiben: „Glückwunsch an Sky und Patri für diesen perfekten Wavekite.“  Auch wenn man Werbebotschaften skeptisch gegenüber steht, hat Patri im North Produktvideo (siehe unten) alles über den neuen Neo gesagt. 



Mein Eindruck.

Die Flugstabilität ist extrem gut, ich konnte keinerlei Backstallneigung, Überfliegen oder Strömungsabriss durch überziehen feststellen. Der Neo steht wie von allein in Zenit, was Anfänger freuen wird. Bei Verlust der Leinenspannung schwebt der Kite ohne Abkipptendenzen zurück und baut wieder langsam Zug auf.

Die Kraftentfaltung erfolgt absolut gleichmäßig. Auch in den Turns ist die Kraftentfaltung jederzeit gleichmäßig und ohne jegliche Kraftspitzen. Trotzdem kann durch Bar anziehen oder wegschieben die Kraft zusätzlich angepasst werden. Diese Eigenschaft ist wirklich einzigartig und führt intuitiv zu einer einfacheren Art Wellen abzureiten und pusht das eigene Vertrauen in neue Bereiche und erschließt einem andere Möglichkeiten.

Im Weißwasser habe ich mich noch nie so sicher gefühlt wie mit dem Neo und ich werde jetzt sicherlich öfter die Straps abschrauben.

Die obengenannten Eigenschaften wirken sich auch sehr positiv auf das Springen aus. Als Anfänger wird man ungeahnte Sprungkontrolle erleben und in der Welle sind strapless Sprünge jetzt wesentlich leichter.

Das Höhelaufen war mit den Neo ebenfalls sehr gut und erhöht die Anzahl der Wellenritte.

Die Drehgeschwindigkeit war mit der S/M – 49cm Bar für die Welle schnell genug aber auch nicht super schnell. Die 24m Bar mit 53cm kann man daher als Alternative in Betracht ziehen.

Fazit:
Der North Neo 2015 positioniert sich durch seine sehr gleichmäßige Kraftentfaltung und absolute Kontrolle in den Turns als idealer Strapless Wavekite. Sein fehlerverzeihendes Handling, das Bargefühl und seine Sheet and Go Eigenschaften machen ihn aber auch für Anfänger oder Freerider zur guten Wahl. Wem der Neo dann fast schon wieder zu „langweilig“ ist, greift einfach zum Dice. 


>  Testet den North Kite Finder  <

>>> Gute Angebote für North Produkte und den neuen Neo 2015


 

North Neo Produkt Video, One Eye, Mauritius
NEO PRODUCT CLIP 2015
NEO PRODUCT CLIP 2015
NEO PRODUCT CLIP 2015
NEO PRODUCT CLIP 2015


21 September 2014

** Reisebericht ** Mauritius 2014

Nach unserem Mauritius Trip 2013 hat es uns dieses Jahr noch mal auf die Île de France verschlagen.

Die Kombination Flachwasserlagune und Wellenrevier in direkter Nähe ist einmalig und garantiert auch mitreisenden Anfängern / Aufsteigern viel Spaß. Wenn der Wind mal schwächelt, kann man Wellen reiten oder SUP gehen. Alternativprogramm evtl. noch Schnorcheln und Wandern.

Die Sehenwürdigkeiten der Insel hat man eigentlich in 2-3 Tagen durch, siehe auch unseren ersten Bericht.

Unsere diesjährige Anreise haben wir mit Emirates Airlines über Dubai gemacht. Der Aufenthalt in Dubai 4,5 und 7,5 Std. ist schon etwas nervig. Surfgepäck mussten wir nicht extra buchen oder bezahlen, da man 30 kg Freigepäck pro Person hat und das Kitegepäck ohne Anmeldung mitgeht. Längen bzw. Abmessungen bitte auf der Seite von Emirates checken. Neu ist der Haftungsausschluß wegen Beschädigung den man am Checkin unterschreiben muß. Die Beinfreiheit und das Essen war auf jeden Fall viel besser als bei Condor. 

Achtung: Das Gewicht wird sehr genau kontrolliert und die Übergepäckraten mit 50 Euro pro Kg (bzw. 175 Euro bis 5 kg) sind recht hoch. Handgepäck 7 kg pro Person. 

Unser Unterkunft haben wir kurzfristig über airbnb gebucht, ansonsten können wir Surf-Fewo empfehlen.
Im kleinen Ort La Gaulette bzw. im der Umgebung gibt eine große Auswahl von Surferunterkünften. Teilweise wird auch ein Surferauto mit angeboten. Mir fehlt aber jegliche Information über Versicherungen und Haftung bei diesen Autos. 

Daher haben wie einen Wagen über Maki-Car-Rental gebucht. Die Übergabe und der Wagen waren perfekt. Allerding war das Reserverad ohne Luft, was wir aber erst bei einer Reifenpanne merkten. Blöd, sonst schaue ich immer nach. Der Hyundai i20 (ca. 24 Euro/Tag) wurde von www.legendtours.mu mit GPS bereit gestellt. 15000 MUR Excess - Kaution per Kreditkarte. Ein zerstörtes Spiegelglas kostete uns 1500 MUR.

Sollte man das erstemal Linksverkehr fahren, ist es nach dem Flug aber ratsamer sich abholen zu lassen. Die beste Route führt nicht an der Küste entlang sondern erstmal auf der Autobahn Richtung Port Louis und dann Richtung Flic en Flac und über Tamarin nach La Gaulette. Die Fahrt dauert ca. 1,5 Std.

Kiteschulung, Material und sonstige Unterstützung findet ihr bei Oliver - www.air-switch.com/

Beste Unterstützung haben wir auch von Victor von  http://www.activewaves.net erhalten. Er bietet auch Pick-Ups und Wohnungen oder einfach fast alles an.

Kiten

Nach vielen Wochen mit nonstop Passat kamen wird leider genau im Windloch auf Mauritius an. 
(auf die Windfinderangaben muss man 5-10 kt drauf packen)

Den ersten Tag konnten wir am Ostwind Spot Bel Ombre aufs Wasser (Ostwind kommt teilwiese in der Kitelagune nicht an). Am Riff waren wieder riesige Wellen, jedoch leider Close Out.



Nach einem Regentag konnten wir bei Nordwind die Lagune direkt vor La Gaulette, genauer gesagt auf der Ile Aux Bénitiers kiten. Das Stehrevier dort ist riesig und die Kulisse vor den Bergen ist traumhaft. Der Spot funktioniert aber eigentlich um diese Jahreszeit sehr selten und man muß mit einem Boot übersetzen. Den Fährman trifft man am Steg im Ort. Die Fahrt kostet Hin/Zurück ca. 500 Rupien. 







Der Hauptspot bei SO-Passat ist allerdings die Kitelagune am Le Morne Brabant. Dort kann es aber auch oft richtig voll werden. Wer Höhe laufen kann, entkommt der Masse aber recht leicht. Von hier kann man auch direkt in die Welle starten. Oder man nutzt den Parkplatz direkt am Ende des Hotel St. Regis.



Ein weiteres Revier ist Pointe d'Esny was bei Süd bis Ost funktioniert. Die Fahrtzeiten auf der Insel sollte man aber nicht unterschätzen. Weiter Revierinfos gibt es bei http://www.mauritius-kitesurfing.com

Kommen wir aber zum Wichtigsten, den Wellenrevieren. Die Sicherheitshinweise hatte ich ja schon in unserem ersten Bericht von 2013 verlinkt. Leider ist das GPS - Tracking von Club Mistral doch nicht mehr oder noch nicht in Betrieb. Rettung ist nur bei grüner oder gelber Flagge möglich. 1000 Rupien Lagune / Outside 2000 / One Eye 4000.  Bei gelber Flagge sind alle Preise mal 2, also bis 8000 Rupien. 

Der SO - Passat wird hier am Inselende beschleunigt. D.h. Windfinder 12 kt sind dann hier auch schon mal 20 kt. Allerdings ist die Windrichtung und auch das Wetter wichtig, man kann nicht immer einfach ein paar Knoten drauf legen. Wolken und Regen können den Wind sehr schnell einschlafen lassen. Da Manawa 1,6 km weit draussen ist, sollte man das genau beobachten. Auch wenn der Wind von SO auf Ost dreht kann draussen noch Wind sein und drinnen wird es sehr wenig. 

Am Ende von One Eye ist der Wind dann auch weg oder man kommt nur noch in die Lagune zum gemeinsamen Schwimmen. 



Am Strand sollte man gut angepowert los fahren da der Wind draussen etwas schwächer ist. Sollte man bereits im Channel schon arbeiten müssen, kann das an der Strömung liegen und in Manawa ist es trotzdem okay. Ein gute Idee ist es im Luv des Channel raus zu fahren, also in der Lagune aufkreuzen.

Das Riff in One Eye kann man bei Flut überfahren. Höhenmesser sind die Felsen am Strand vor dem St.Regis, rechts von Parkplatz. Am Besten nimmt man sich eine große Welle die ordenlich Wasser aufs Riff bringt, dann ist man Safe. Bei Ebbe geht aber nichts.




Einer von denen hat mich auch eine Finne gekostet. Surfshop und Ersatzteile gibt es ausreichend vor Ort. Kites (90kg - Waveboard) 11/9/7 qm.

Fazit

Nach dem perfekten Bedingung 2013, war ich diese Jahr etwas enttäuscht. Leider hatten wir dieses Jahr ein schlechtes Timing und der Wind und die Wellen wollten nicht so richtig mitspielen. Ich habe noch nie so oft den Kites umgebaut oder bin nicht zurück gekommen. Insgesamt war es wohl unterdurchschnittlich.



Wandern
 


Wandertour ca. 3 Std., Startpunkt Parkplatz Restaurant Le Chamarel, kurz nach der Aussichtsplattform auf dem Weg nach Chamarel. Die Route ist steil und teilweise mit Halteseilen bestückt. Gute Schuhe und Mückenschutz nicht vergessen. Nach Flughunden Ausschau halten. Und Vorsichtig, ich habe eine Schlange gesehen, ob die giftig war kann ich aber nicht sagen.

Eine weiter Wanderung hat uns zu dem Cascades Wasserfall geführt. Der Wasserfall fällt 500 Feet in die Tiefe.




Die Strecke ist ebenfalls steil und gute Schuhe sind zu empfehlen. Dauer auch ca. 3,5 Std. Startpunkt ist der Alexandra Wasserfall.





Bilder


Die Lagune mit Ile Aux Bénitiers. Der Kitespot ist auf der linken Seite.



Regentag mit 20 ° C.



Kleine Welle in One Eye.






 Wellenchaos am kleinen Riff. 30 - 35 kt. und gelbe Flagge.








North Kiteboarding Team -  Don´t Stop - AIRTON COZZOLINO LOPES


 

Tipps windlosen Tage



Golf Resort auf der rechten Seite der Tamarin Bay





































Rum - Tasting und Führung Chamarel




Strand in Flic en Flac oder in die Berge




Spot im Überflug



Fisrt fly to One Eye from maucopter@gmail.com on Vimeo.



 

15 August 2014

Test Surfboard North Pro Series 6'2"



North Pro Series 6'2" x 18 1/2" x 2 5/16"
über 85 kg / 27,2 l / M-Finnen als Thruster

Der Surfboard Finder von North bringt bei 50% / 50%  Small / Big Waves das Pro Series als Best Match heraus. Bei meinem Gewicht von  90 kg wäre noch das 5´11´´ eine Alternative gewesen. Da das Pro aber den meisten Rocker aller North Boards haben soll, habe ich mich doch für 6´2´´ entschieden.

Von North kenne ich noch das Kontact 5´11´´ und das WAM 5´10´´.

Das Brett kommt nur mit Tailpad. Die vorderen Pads müssen dazu gekauft werden. Das Brettgewicht ist angenehm leicht.

Getestet habe ich das Brett bei 18 bis 40 kt in Holland bei leichten bis starken Sideon Bedingungen und 1 bis 3 Meter Welle.


Fahrverhalten:
Trotz der Größe und bis zu 45kt Böen hat mich die Laufruhe im Kabbelwasser und die allgemeine Brettkontrolle begeistert. Das Brett gibt viel Sicherheit beim Bottom Turn, braucht aber seinen Radius und seine Geschwindigkeit. Beim Cut Back kann es eng gedreht werden und geht mit den Originalfinnen in ein harmonischen Slide über. Weißwasser queren und Fußwechsel ist sehr einfach.

Angleiten und Höhelaufen:
Beim Angleiten und Fahren merkt man ganz klar den starken Rocker. Ein WAM geht da früher los und wird schneller und fällt auch nicht so schnell aus dem Gleiten. Beim Höhelaufen gibt es jedoch keine Probleme.



Fazit:
Für kleine Wellen und Onshore/Sideon Bedingungen wäre das WAM für mich die bessere Wahl. Viel Wind und Down the Line bleibt das Kontact das Maß aller Dinge. Bei Sideshore/Sideon und kraftvollen, sauberen Wellen und mittlerem Wind ist aber klar das Pro Series vorne. Das Pro ist mehr Surfboard als Kiteboard und füllte das North Programm damit perfekt auf. Was die Pros Freestylemäßig mit dem Brett abliefern kennt ihr ja.






Die North Pros sieht man ja öfter auch mit anderen Finnen als Serie fahren. Z.B. Patri McLaughling mit der TP1 von Futures Fins oder Matchu Lopes mit der AM1. 

Um die Serienfinnen mal besser einschätzen zu können, habe ich daher mal die Jordy Large getestet.

In den Sideon Bedingungen von Wijk konnte ich jedoch noch keinen signifikanten Vorteil feststellen. Evtl. sieht das in anderen Bedingungen anders aus.

Die Serienfinnen in M sind also auch bei 90+ kg vollkommen ausreichend und sehr gut auf das Brett abgestimmt. Da verkauft North keine billigen oder zu kleinen Finnen die man sofort tauschen müsste.

Die Finnenkästen am Board waren durch Farbe oder Harz etwas zu eng und mussten von mir etwas eingeschliefen werden. Außerdem werde ich die Finnenbasis der Originalfinnen mit einigen Bohrlöchern versehen (siehe Aussparungen Future Fins) damit der Ausbau bei Sand im Kasten leichter geht.