21 September 2014

** Reisebericht ** Mauritius 2014

Nach unserem Mauritius Trip 2013 hat es uns dieses Jahr noch mal auf die Île de France verschlagen.

Die Kombination Flachwasserlagune und Wellenrevier in direkter Nähe ist einmalig und garantiert auch mitreisenden Anfängern / Aufsteigern viel Spaß. Wenn der Wind mal schwächelt, kann man Wellen reiten oder SUP gehen. Alternativprogramm evtl. noch Schnorcheln und Wandern.

Die Sehenwürdigkeiten der Insel hat man eigentlich in 2-3 Tagen durch, siehe auch unseren ersten Bericht.

Unsere diesjährige Anreise haben wir mit Emirates Airlines über Dubai gemacht. Der Aufenthalt in Dubai 4,5 und 7,5 Std. ist schon etwas nervig. Surfgepäck mussten wir nicht extra buchen oder bezahlen, da man 30 kg Freigepäck pro Person hat und das Kitegepäck ohne Anmeldung mitgeht. Längen bzw. Abmessungen bitte auf der Seite von Emirates checken. Neu ist der Haftungsausschluß wegen Beschädigung den man am Checkin unterschreiben muß. Die Beinfreiheit und das Essen war auf jeden Fall viel besser als bei Condor. 

Achtung: Das Gewicht wird sehr genau kontrolliert und die Übergepäckraten mit 50 Euro pro Kg (bzw. 175 Euro bis 5 kg) sind recht hoch. Handgepäck 7 kg pro Person. 

Unser Unterkunft haben wir kurzfristig über airbnb gebucht, ansonsten können wir Surf-Fewo empfehlen.
Im kleinen Ort La Gaulette bzw. im der Umgebung gibt eine große Auswahl von Surferunterkünften. Teilweise wird auch ein Surferauto mit angeboten. Mir fehlt aber jegliche Information über Versicherungen und Haftung bei diesen Autos. 

Daher haben wie einen Wagen über Maki-Car-Rental gebucht. Die Übergabe und der Wagen waren perfekt. Allerding war das Reserverad ohne Luft, was wir aber erst bei einer Reifenpanne merkten. Blöd, sonst schaue ich immer nach. Der Hyundai i20 (ca. 24 Euro/Tag) wurde von www.legendtours.mu mit GPS bereit gestellt. 15000 MUR Excess - Kaution per Kreditkarte. Ein zerstörtes Spiegelglas kostete uns 1500 MUR.

Sollte man das erstemal Linksverkehr fahren, ist es nach dem Flug aber ratsamer sich abholen zu lassen. Die beste Route führt nicht an der Küste entlang sondern erstmal auf der Autobahn Richtung Port Louis und dann Richtung Flic en Flac und über Tamarin nach La Gaulette. Die Fahrt dauert ca. 1,5 Std.

Kiteschulung, Material und sonstige Unterstützung findet ihr bei Oliver - www.air-switch.com/

Beste Unterstützung haben wir auch von Victor von  http://www.activewaves.net erhalten. Er bietet auch Pick-Ups und Wohnungen oder einfach fast alles an.

Kiten

Nach vielen Wochen mit nonstop Passat kamen wird leider genau im Windloch auf Mauritius an. 
(auf die Windfinderangaben muss man 5-10 kt drauf packen)

Den ersten Tag konnten wir am Ostwind Spot Bel Ombre aufs Wasser (Ostwind kommt teilwiese in der Kitelagune nicht an). Am Riff waren wieder riesige Wellen, jedoch leider Close Out.



Nach einem Regentag konnten wir bei Nordwind die Lagune direkt vor La Gaulette, genauer gesagt auf der Ile Aux Bénitiers kiten. Das Stehrevier dort ist riesig und die Kulisse vor den Bergen ist traumhaft. Der Spot funktioniert aber eigentlich um diese Jahreszeit sehr selten und man muß mit einem Boot übersetzen. Den Fährman trifft man am Steg im Ort. Die Fahrt kostet Hin/Zurück ca. 500 Rupien. 







Der Hauptspot bei SO-Passat ist allerdings die Kitelagune am Le Morne Brabant. Dort kann es aber auch oft richtig voll werden. Wer Höhe laufen kann, entkommt der Masse aber recht leicht. Von hier kann man auch direkt in die Welle starten. Oder man nutzt den Parkplatz direkt am Ende des Hotel St. Regis.



Ein weiteres Revier ist Pointe d'Esny was bei Süd bis Ost funktioniert. Die Fahrtzeiten auf der Insel sollte man aber nicht unterschätzen. Weiter Revierinfos gibt es bei http://www.mauritius-kitesurfing.com

Kommen wir aber zum Wichtigsten, den Wellenrevieren. Die Sicherheitshinweise hatte ich ja schon in unserem ersten Bericht von 2013 verlinkt. Leider ist das GPS - Tracking von Club Mistral doch nicht mehr oder noch nicht in Betrieb. Rettung ist nur bei grüner oder gelber Flagge möglich. 1000 Rupien Lagune / Outside 2000 / One Eye 4000.  Bei gelber Flagge sind alle Preise mal 2, also bis 8000 Rupien. 

Der SO - Passat wird hier am Inselende beschleunigt. D.h. Windfinder 12 kt sind dann hier auch schon mal 20 kt. Allerdings ist die Windrichtung und auch das Wetter wichtig, man kann nicht immer einfach ein paar Knoten drauf legen. Wolken und Regen können den Wind sehr schnell einschlafen lassen. Da Manawa 1,6 km weit draussen ist, sollte man das genau beobachten. Auch wenn der Wind von SO auf Ost dreht kann draussen noch Wind sein und drinnen wird es sehr wenig. 

Am Ende von One Eye ist der Wind dann auch weg oder man kommt nur noch in die Lagune zum gemeinsamen Schwimmen. 



Am Strand sollte man gut angepowert los fahren da der Wind draussen etwas schwächer ist. Sollte man bereits im Channel schon arbeiten müssen, kann das an der Strömung liegen und in Manawa ist es trotzdem okay. Ein gute Idee ist es im Luv des Channel raus zu fahren, also in der Lagune aufkreuzen.

Das Riff in One Eye kann man bei Flut überfahren. Höhenmesser sind die Felsen am Strand vor dem St.Regis, rechts von Parkplatz. Am Besten nimmt man sich eine große Welle die ordenlich Wasser aufs Riff bringt, dann ist man Safe. Bei Ebbe geht aber nichts.




Einer von denen hat mich auch eine Finne gekostet. Surfshop und Ersatzteile gibt es ausreichend vor Ort. Kites (90kg - Waveboard) 11/9/7 qm.

Fazit

Nach dem perfekten Bedingung 2013, war ich diese Jahr etwas enttäuscht. Leider hatten wir dieses Jahr ein schlechtes Timing und der Wind und die Wellen wollten nicht so richtig mitspielen. Ich habe noch nie so oft den Kites umgebaut oder bin nicht zurück gekommen. Insgesamt war es wohl unterdurchschnittlich.



Wandern
 


Wandertour ca. 3 Std., Startpunkt Parkplatz Restaurant Le Chamarel, kurz nach der Aussichtsplattform auf dem Weg nach Chamarel. Die Route ist steil und teilweise mit Halteseilen bestückt. Gute Schuhe und Mückenschutz nicht vergessen. Nach Flughunden Ausschau halten. Und Vorsichtig, ich habe eine Schlange gesehen, ob die giftig war kann ich aber nicht sagen.

Eine weiter Wanderung hat uns zu dem Cascades Wasserfall geführt. Der Wasserfall fällt 500 Feet in die Tiefe.




Die Strecke ist ebenfalls steil und gute Schuhe sind zu empfehlen. Dauer auch ca. 3,5 Std. Startpunkt ist der Alexandra Wasserfall.





Bilder


Die Lagune mit Ile Aux Bénitiers. Der Kitespot ist auf der linken Seite.



Regentag mit 20 ° C.



Kleine Welle in One Eye.






 Wellenchaos am kleinen Riff. 30 - 35 kt. und gelbe Flagge.








North Kiteboarding Team -  Don´t Stop - AIRTON COZZOLINO LOPES


 

Tipps windlosen Tage



Golf Resort auf der rechten Seite der Tamarin Bay





































Rum - Tasting und Führung Chamarel




Strand in Flic en Flac oder in die Berge




Spot im Überflug



Fisrt fly to One Eye from maucopter@gmail.com on Vimeo.



 

15 August 2014

Test Surfboard North Pro Series 6'2"



North Pro Series 6'2" x 18 1/2" x 2 5/16"
über 85 kg / 27,2 l / M-Finnen als Thruster

Der Surfboard Finder von North bringt bei 50% / 50%  Small / Big Waves das Pro Series als Best Match heraus. Bei meinem Gewicht von  90 kg wäre noch das 5´11´´ eine Alternative gewesen. Da das Pro aber den meisten Rocker aller North Boards haben soll, habe ich mich doch für 6´2´´ entschieden.

Von North kenne ich noch das Kontact 5´11´´ und das WAM 5´10´´.

Das Brett kommt nur mit Tailpad. Die vorderen Pads müssen dazu gekauft werden. Das Brettgewicht ist angenehm leicht.

Getestet habe ich das Brett bei 18 bis 40 kt in Holland bei leichten bis starken Sideon Bedingungen und 1 bis 3 Meter Welle.


Fahrverhalten:
Trotz der Größe und bis zu 45kt Böen hat mich die Laufruhe im Kabbelwasser und die allgemeine Brettkontrolle begeistert. Das Brett gibt viel Sicherheit beim Bottom Turn, braucht aber seinen Radius und seine Geschwindigkeit. Beim Cut Back kann es eng gedreht werden und geht mit den Originalfinnen in ein harmonischen Slide über. Weißwasser queren und Fußwechsel ist sehr einfach.

Angleiten und Höhelaufen:
Beim Angleiten und Fahren merkt man ganz klar den starken Rocker. Ein WAM geht da früher los und wird schneller und fällt auch nicht so schnell aus dem Gleiten. Beim Höhelaufen gibt es jedoch keine Probleme.



Fazit:
Für kleine Wellen und Onshore/Sideon Bedingungen wäre das WAM für mich die bessere Wahl. Viel Wind und Down the Line bleibt das Kontact das Maß aller Dinge. Bei Sideshore/Sideon und kraftvollen, sauberen Wellen und mittlerem Wind ist aber klar das Pro Series vorne. Das Pro ist mehr Surfboard als Kiteboard und füllte das North Programm damit perfekt auf. Was die Pros Freestylemäßig mit dem Brett abliefern kennt ihr ja.






Die North Pros sieht man ja öfter auch mit anderen Finnen als Serie fahren. Z.B. Patri McLaughling mit der TP1 von Futures Fins oder Matchu Lopes mit der AM1. 

Um die Serienfinnen mal besser einschätzen zu können, habe ich daher mal die Jordy Large getestet.

In den Sideon Bedingungen von Wijk konnte ich jedoch noch keinen signifikanten Vorteil feststellen. Evtl. sieht das in anderen Bedingungen anders aus.

Die Serienfinnen in M sind also auch bei 90+ kg vollkommen ausreichend und sehr gut auf das Brett abgestimmt. Da verkauft North keine billigen oder zu kleinen Finnen die man sofort tauschen müsste.

Die Finnenkästen am Board waren durch Farbe oder Harz etwas zu eng und mussten von mir etwas eingeschliefen werden. Außerdem werde ich die Finnenbasis der Originalfinnen mit einigen Bohrlöchern versehen (siehe Aussparungen Future Fins) damit der Ausbau bei Sand im Kasten leichter geht.







26 Juli 2014

Das "Recht" auf "meine" Welle.

Hier ist jemand richtig sauer. Die Vorgeschichte kenne wir natürlich nicht.


Surf Rage : Kiwi vs Brazillian from GoSurf.co.nz on Vimeo.


Auf spotspy.net gibt es aktuell einen  Bericht zum Thema.

Bitte beachtet die unterschiedlichen Regeln für Surfer und Windsurfer, die ich für sehr wichtig halte und die selten angesprochen werden. An vielen Wavespots fahren Kiter und Windsurfer gemeinsam und dann muß man als Kitesurfer sehr vorausschauend fahren. Ich hatte mich hier schon mal damit beschäftigt. 

Es geht um ein sportliches, faires und sicheres Miteinander beim gemeinsamen Sport.

Have Fun.

23 Juli 2014

Richtig versichert beim Kitesurfen ?

Seit ihr richtig versichert?

Klar, werden die meisten mit Verweis auf ihre Privathaftpflichtversicherung sagen.

Wenn man aber ins Detail schaut, wird es schnell unübersichtlich und widersprüchlich.

Ursache ist, daß unsere relativ neue Sportart in viele verschiedene Rechtsgebiete fallen kann bzw. teilweise nicht eindeutig definiert ist.

Eine gute Übersicht zu diesem Thema gibt es hier.

Kritisch wird es bei Unfällen im Ausland, wenn die PHV zwar weltweit gilt, aber in den allgemeinen Versicherungsbedingung die Risiken für versicherungspflichtige Luft- oder Wasserfahrzeuge ausschließt.

Also checkt mal den Punkt "Versichertes Risiko" in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen  (Stichpunkt "Die der Versicherungs- oder Deckungsvorsorgepflicht unterliegen). Dort werden teilweise die Nachträge der Besonderen Versicherungsbedingungen ausgehebelt.

Es gilt also zu prüfen ob eine gesetzliche Versicherungspflicht in dem zu bereisenden Land besteht.
Das ist aufwendig bis evtl. nicht zu leisten.

Wahrscheinlich kommt man also um eine spezielle Versicherung nicht herum.

Weiter Punkte die evtl. relevant sein können:
  • Ist nur der Gebrauch versichert oder auch Halten und Besitz ?
  • Ist geliehenes oder gemietetes Material versichert ?
  • Will ich Material von Händler testen?

Hier die fachliche Übersicht. 

Will man Testmaterial ausleihen ist besonders der letzte Punkte wichtig.
Teilweise fordern Händler die Versicherung über das VDWS Safety Tool.

Eine weitere Versicherung und gute Erläuterung findet man bei KSA. 

Den großen Vorteil beim VDWS Safety Tool sehe ich im zusätzlichen Kasko-Schutz von Mietmaterial und dem Punkt Unfall-Schutz, speziell Bergungs- und Rettungskosten.

Achtung !
  • Nur der Antragssteller ist versichert. Ein Mitversicherung von Ehepartnern oder Kindern besteht nicht.
  • Testmaterial muss entgeltlich ausgeliehen werden.

Dieser Beitrag soll keine Beratung in rechtlichen oder versicherungsrechtliche Fragen oder Werbung für eine der genannten Versicherungen sein und soll ausschließlich zur Information dienen.

Bitte gebt mir Feedback, wenn etwas falsch, unverständlich oder zusätzlich dargestellt werden sollte.